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Donna und der Abschied 2005




Ich wurde am 18.05.1997 in Duisburg geboren. Als ich einige Wochen alt war, wurde ich nach Polen gebracht, der Heimat meiner Züchterfamilie. Dort wurden meine Ohren kupiert. Sie fanden das schöner. Dass ich danach Schmerzen hatte, war ja egal. 12 Wochen musste ich bei meiner Züchterfamilie bleiben, bis mich durch einen Zufall meine neuen Leute gefunden haben.


Das war am 31.08.1997. Meine Leute haben mich gesehen und mich sofort ins Herz geschlossen. Es hat sie nicht gestört, dass meine Ohren noch hochgebunden waren. Mein neues Frauchen war sehr traurig darüber, dass man mir das angetan hat. An diesem Abend begann mein neues Leben. Ich war voller Erwartung, was nun auf mich zukam. Mein neues Frauchen hat mich die ganze Rückfahrt über auf dem Schoß gehalten. Ich habe mich so geborgen gefühlt, dass ich den Kopf auf ihre Schulter gelegt und geschlafen habe, bis wir zu Hause waren.
Nach ungefähr 1 1/2 Stunden sind wir angekommen. Ich war ganz nervös und mochte nicht ins Haus gehen, denn dort an der Haustür stand eine kleine Rauhaardackelhündin, die mich ganz böse angebellt hat. Aber Frauchen hat mit dem Dackel geschimpft und mich auf den Arm genommen, und so habe ich mein neues Zuhause betreten.
Ich habe mich sofort wohl gefühlt und den bellenden Dackel einfach ignoriert. Es war, als wäre ich nie irgendwo anders gewesen. Am nächsten Tag schon hatte ich meinen Lieblingsplatz auf den Stufen der Terrasse entdeckt. In den ersten Tagen musste ich viel lernen, z.B. wo ich Pipi machen durfte, wo mein Fressen stand, und wo ich schlafen konnte. Das war alles nicht so einfach, zumal der Dackel mir immer wieder klar machte, wer hier die älteren Rechte hatte. Aber bald habe ich mich eingewöhnt. Die Dackelhündin Candy hat mich dann auch akzeptiert, und langsam haben wir ein Mutter/Kind-Verhältnis aufgebaut. Dass ich als das Kind viel, viel größer war als sie als Mutter, hat uns nicht gestört. Nur mit mir spielen wollte sie nicht, denn sie war schon alt, fast 14 Jahre, und wollte viel schlafen. Aber dafür durfte ich in ihrem Korb schlafen, und als ich größer wurde, hat Frauchen einen ganz großen Korb für uns beide gekauft.
Wenn meine Leute zur Arbeit mussten, blieb ich mit Candy zu Hause. Mittags kam Herrchen dann zurück. Da war bei mir die Freude übergroß, ich habe mir immer seinen Schlappen geholt, den er im Haus anzieht und ihm gebracht, wenn es sein mußte, auch durch den ganzen Garten. Dafür wurde ich immer gelobt und habe ein Leckerchen bekommen, deshalb habe ich das auch später immer noch so gemacht.

So vergingen die ersten Wochen in meinem neuen Zuhause. Meine Leute haben viel getan, damit es mir gut geht, sie haben mit mir eine Welpen-Schule besucht, wo ich mit anderen Hundewelpen spielen konnte. Zuerst hatte ich Angst und hab mich immer hinter Herrchen oder Frauchen versteckt, aber dann wurde ich mutiger und habe mit den anderen Welpen gespielt.
Ich bin schnell gewachsen, und als ich ungefähr ein Jahr alt war, ist Frauchen mit mir auf einen Hundeplatz gegangen, damit ich alle Kommandos lerne. Das hat mir am Anfang gar keinen Spaß gemacht, am liebsten wollte ich sofort wieder nach Hause. Aber Frauchen war da ganz hart, sie hat alle meine Versuche, Richtung Ausgang zu gehen, ignoriert und mich immer wieder ermuntert weiterzugehen. Schließlich habe ich mich in mein Schicksal gefügt und dann auch mitgearbeitet. Nach ein paar Mal hatte ich sogar Spaß daran. Ich habe gelernt, wie ich mich gegenüber anderen Hunden und auch Menschen verhalten muß, und daß ich nicht hinter Radfahrern und Joggern hinterherlaufen darf. Das war allerdings etwas schwierig, denn die Versuchung war doch groß. Aber mit der Zeit und viel Geduld hat Frauchen mir auch das abgewöhnt. Ich war dann eine absolut gehorsame Dobermannhündin, die nur ihre Ruhe haben wollte.
Mein Herrchen ist ein begeisterter Karpfenangler und ich durfte fast immer mit. Meistens sind wir drei nach Frankreich gefahren, dort haben Herrchen und Frauchen Urlaub gemacht, und da Herrchen auch angeln wollte, haben wir immer direkt am Wasser gecampt. Das war immer besonders schön, den ganzen Tag konnte ich draußen herumstöbern, ins Wasser gehen wann ich wollte, durch das Schilf streifen, Mäuse suchen oder nach Fröschen Ausschau halten. Natürlich habe ich immer gut aufgepasst, dass nur ja niemand zu unserem Platz kam. Wenn mein Herrchen mal Besuch von anderen Anglern bekam, musste er mir gut zureden, damit ich den Besuch auch akzeptierte. Aber dafür mussten sie mich auch schön kraulen und mit mir Ball spielen oder Stöckchen werfen.

Ganz am Anfang, als Herrchen die Sachen für seinen Trip packte, habe ich mich immer genau dazwischen gelegt, damit ich ja nicht vergessen werde, aber dann habe ich gemerkt, dass das gar nicht nötig war. Meine Leute wären nie ohne mich gefahren. So lange ich bei ihnen war, sind sie nie alleine in den Urlaub gefahren, wir drei waren dann immer rund um die Uhr zusammen.
Ganz wichtig war immer die jährliche Impfung beim Tierarzt, damit meine Papiere in Ordnung waren. Leider haben meine Leute mich ziemlich oft zum Tierarzt bringen müssen, denn ich hatte andauernd irgend etwas. Mal waren es die Ohren, die entzündet waren, dann juckten die Füßen so, dass ich immer daran geknabbert habe, bis der Tierarzt nicht mehr wusste, was der Grund dafür war. Schließlich hat er mein Blut untersucht und festgestellt, dass ich gegen alles allergisch war, außer gegen Federn!!! Darum haben auch immer meine Ohren so gejuckt, dass ich ständig gekratzt habe. Zweimal bekam ich trotz Ohrentropfen ein Blutohr, es wurde ganz dick, und ich musste daran operiert werden. Seitdem stand es nicht mehr hoch, aber das war gar nicht so schlimm, denn das andere Ohr hat sowieso nie richtig hochgestanden. Ich habe doch auch so gut ausgesehen,oder? Ich habe 9 Monate lang Spritzen gegen die Allergie bekommen, erst wöchentlich, dann alle zwei Wochen, später wurden die Abstände größer. Geholfen hat das aber auch nicht so richtig, daher haben Herrchen und Frauchen mir die letzten Spritzen erspart.

Ich wurde auch oft scheinschwanger, und in den letzen beiden Jahren habe ich jedesmal eine Gesäugeentzündung bekommen. Herrchen und Frauchen haben viel Geld für Medikamente für mich ausgegeben. Mein Frauchen gab mir auch ein Naturheilmittel, das half mir und war im Vergleich zu den anderen Medikamenten viel, viel billiger.

Ich führte ein richtig gutes Hundeleben, wie es sich für einen Dobermann bzw. Doberfrau gehörte. Mein Korb stand im Schlafzimmer von Herrchen und Frauchen am Fußende vom Bett, und auf dem Sofa im Wohnzimmer lag eine Decke, wo ich mich hinlegen durfte. Ich wurde sehr verwöhnt, aber trotzdem habe ich auf´s Wort gehorcht.
Mit fast sieben Jahre wurde ich krank. Ich hatte das Wobbler-Syndrom. Meine Leute waren ganz entsetzt, als der Tierarzt ihnen die Diagnose sagte. Ich konnte nicht mehr so weit laufen wie früher, manchmal machte ich kleine Trippelschritte, besonders wenn ich an der Leine laufen musste, und wenn ich mich schnell umdrehen wollte, knickten die Beine hinten ein. Herrchen musste mich ins Auto tragen und auch wieder heraustragen, denn ich konnte nicht mehr so springen wie vorher. Damit ich beim Laufen im Haus nicht ausrutsche, hat Frauchen überall Brücken und Teppiche hingelegt.


Ich habe mir gewünscht, dass ich wenigstens noch einmal mit nach Frankreich fahren kann.









Die Regenbogenbrücke verbindet die Erde mit dem Himmel. Wenn ein geliebtes Tier stirbt, geht es über diese Regenbogenbrücke in eine andere Welt.
Dort sind Wiesen und Hügel für unsere geliebten Freunde, damit sie zusammen rennen und spielen können. Dort gibt es Wasser und Nahrung in Hülle und Fülle, die Sonne scheint, und unsere Freunde fühlen sich wohl.
Die kranken und alten Tiere sind wieder gesund und kräftig. Die verletzt und verkrüppelt waren, sind jetzt wieder wohlauf, so wie wir sie aus unseren Träumen vergangener Zeiten kennen.
Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden, bis auf einen kleinen Umstand: sie alle vermissen jemanden, den sie zurücklassen mussten.
Sie rennen herum und spielen miteinander, aber für jedes Tier kommt der Tag an dem es plötzlich innehält und mit hellen Augen erwartungsvoll und zitternd in die Ferne schaut. Plötzlich trennt es sich von seinen Spielkameraden und rennt immer schneller und schneller über die grünen Wiesen.
Du siehst etwas auf Dich zurennen, und wenn Du und Dein geliebtes Tier Euch trefft, werdet ihr niemals mehr getrennt werden.
Freudentränen laufen über Dein Gesicht, Deine beschützenden Hände streicheln wieder den Kopf Deines Tieres und Du wirst wieder in die treuen Augen schauen, die Du so geliebt hast und die so lange aus Deinem Leben verschwunden waren, aber niemals aus Deinem Herzen.
Dann geht ihr zusammen über die Regenbogenbrücke.

Schöne, wunderbare Donna, wir werden Dich nie vergessen.
































Auch Donna´s Freunde Leo und Sambo sind inzwischen bei ihr

 

 

Leo 2010



Sambo 2010

 




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